Im Vinschgau fährt man vom Reschenpass kommend auf der SS 40 oder von Meran über die SS 38 bis zu einer der Abzweigungen in das Martelltal und in den Ort Goldrain. Von dort weiter auf der LS/SP 2. Durch das lange Tal, am Zufritt Stausee vorbei, bis zum gebührenpflichtigen Großparkplatz nach dem Alpengasthof Enzian.
Charakteristik
Die Kalfanwand ist der am leichtesten erreichbare Wanderdreitausender im Martelltal. Mit einem kleinen Umweg über das unbedeutende Pederköpfl lässt sich eine schöne Rundtour machen.
Gipfel / Berg
Pederköpfl, 2586 m - Kalfanwand oder Kalvenwand, 3061 m
Vom Parkplatz knapp 200 m entlang der LS/SP 2 talaus bis zur Abzweigung des Fahrweges, der zur Lyfialm führt. An der Enzianalm vorbei, danach über zwei Kehren mit Abkürzungsmöglichkeit aufwärts und über den Pedertalbach. Gleich darauf zweigt links der Steig zur Kalfanwand bzw. Peder-Stieralm ab (Weg Nr. 39). Nach einem nicht allzu langen Waldanstieg kommt man zur Peder-Stieralm. Rechts haltend in angenehmer Steigung über die freien Hänge oberhalb des Pederwaldes weiter, grundsätzliche Richtung Nordost. Den von der Lyfialm heraufkommenden Weg Nr. 33 überquert man und steigt gerade hinauf ziemlich steil auf das Pederköpfl mit zwei überdimensionalen Steinmännern. Bereits hier genießt man eine schöne Sicht über viele Gipfel des Marteller Hauptkammes. Vom Pederköpfl zwischen Felsblöcken auf einem nicht bezeichneten Steig flach nach Norden. Alsbald dreht der Steig nach links in das große Südostkar unterhalb der Kalfanwand. Man folgt dem Steig solange, bis er deutlich links abwärts führt. Hier verlässt man ihn und quert weglos bzw. auf schwachen Viehsteigen mehr oder weniger waagrecht hinüber bis man den Wanderweg (Weg Nr. 39) zur Kalfanwand erreicht hat. Nach einer steileren Stufe im Karboden weiter aufwärts. Auf einer Höhe von ungefähr 2700 m zieht der Steig hinaus auf den SSO-Gratrücken, der links steil in das Pederkar abbricht. Über den Rücken ohne Schwierigkeiten auf dem guten Steig bis zum höchsten Punkt der Kalfanwand. Das Gipfelbuch ist etwas versteckt auf der Rückseite des Gipfelsteinmanns. Der Abstieg erfolgt bis zu der großen Orientierungsplatte auf dem Wanderweg Nr. 39. Weiter talwärts, schließlich links hinüber und unterm Pederköpfl queren bis man den Anstiegsweg aufs Pederköpfl erreicht hat. Dieses große Eck lässt sich recht gut weglos bzw. auf Viehsteigspuren abkürzen. Weiter zur Peder-Stieralm und zurück zum Ausgangspunkt. Lohnender ist die Wegvariante 20a bzw. 20, indem man von der Alm sehr flach nach Westen in das Pedertal hinüberquert. Nach Überschreiten des Pedertalbaches geht es durch den Wald direkt hinunter zur Enzianalm und retour zum Parkplatz.
Rast / Einkehr
Alpengasthof Enzian, http://www.gasthof-enzian.it/de/index.html Weitere Infos: https://www.vinschgau.net/de/latsch-martelltal/essen-geniessen/restaurantfuehrer/martelltal.html
Karten
Carta Topografica 1:25 000, Blatt Nr. 045, Latsch – Martell - Schlanders, Tabacco Verlag OpenStreetMap: https://www.openstreetmap.org Kompass, DVD Wander-, Rad- und Schitourenkarte Südtirol Kompass Wanderkarte 1:25 000, Nr. 077 Ortler – Cevedale