Die Anreise von Europa nach Bolivien ist mühsam, zweimaliges Umsteigen ist notwendig. Dafür sind die Verbindungen zahlreich via Frankfurt, Madrid, London, Paris, Amsterdam und teilweise via USA. Uyuni mit dem kleinen Flughafen erreicht man in knapp einer Stunde von La Paz mit der bolivianischen Fluggesellschaft BoA. Via die Ortschaft Colchani (ein paar Km nördlich von Uyuni) und von dort nach NW durch die Salar de Uyuni erreicht man den kleinen Ort Jirira (Unterkunftsmöglichleiten). Am Nordostende des Orts zweigt eine schlechte Schotterstraße zum Parkplatz am Tunupa ab (Schranken; Schlüssel notwendig - Telefonnummer in einer Box beim Schranken). Für die Auffahrt benötigt man ein 4WD-Fahrezug.
Charakteristik
Trotz steiler, teilweise abschüssiger Passagen nicht allzu schwierige Bergtour
Gipfel / Berg
Volcan Tunupa (5225m)
Ausrüstung
Schuhe mit Profilsohle, Trekkingstecken, Verpflegung
Steiler Schutt und Lavasand, nur Steigspuren, nur wenige unangenehme Schritte auf schuttbedeckten Platten, zum Südgipfel kurz SG I
Wegbeschreibung / Routenverlauf
Vom einsamen Parkplatz auf angenehmen Steig nach W in einen weiten Sattel. Dort schwenkt man nach NW und steuert die steile SO-Flanke an. In dieser nach Steigspur und Steinmännern immer höher und steiler, wobei eine Felsrippe angesteuert wird. Auf ca. 5000m mischen Platten im Gelände mit, die markante Felsrippe wird in Aufstiegsrichtung rechts passiert, bis man einen Durchschlupf zum Grat hat. Der ist anfangs noch steil, flacht dann aber ab und quert nach rechts (= N). am Grat oder oft rechts davon direkt auf den Südgipfel (5137m), wobei die letzten Meter ganz leichte Kletterstellen (I) aufweisen. Nun steil nach N hinunter in eine Scharte und Wiederaufstieg auf den farbenprächtigen Zentralgipfel. Hier wartet keine Kletterei mehr, allerdings handelt es sich um ein kleines abschüssiges Steiglein in manchmal rutschigem Terrain. Der Zentral- oder Mittelgipfel ist mit einem kleinen Steinmann geschmückt. Der Abstieg führt zunächst retour bis knapp vor die Scharte, dann nach S bzw. SW in der sehr steilen Schuttflanke hinunter. Hier kann man richtiggehend abfahren, man muss allerdings mit viel Sand und Schutt in den Schuhen rechnen. Im unteren Bereich fächern sich die Abfahrtsspuren regelrecht auf, so dass man mehrere Optionen geboten bekommt. Spätestens beim querlaufend Steiglein ist Schluss mit der Abfahrt und man gelangt nach W zurück zur Aufstiegsroute. Da man bereits weit abgestiegen ist, erreicht man den Parkplatz in kurzer Zeit.
Stützpunkt
Unterwegs keiner
Zielpunkt
Cerro Tunupa Central
Rast / Einkehr
Betriebe in Jirira
Kombinationsmöglichkeiten
Man kann auch von weiter unten und verschiedenen Orten starten.
Karten
National Geographic 1415 Adventure Travel Map Bl.: 3406 (Bolivia) -> siehe Kartenausschnitt! World Mapping Project 1300 (Bolivia)
Beschilderung
Keine
Bemerkung
Obwohl die Tour zum Mittelgipfel des Tunupa nicht schwierig ist, verlangt sie ein gewisses Maß an Trittsicherheit und ein Mindestmaß an Schwindelfreiheit. Auch die Abfahrt in der steilen Südostflanke muss geübt sein, sonst wird die Unternehmung deutlich länger. Der Hauptgipfel (5435m) wird wegen des brüchigen Gesteins kaum bestiegen.